„Chronik
der Freiwilligen Feuerwehr Bonstetten“
"Im
Laufe des Jahres 1876 wurde durch den damaligen Herrn Bezirksamtmann Fleischmann
und durch den Bezirksvertreter Klingensteiner eine Inspektion über die
Pflichtfeuerwehr abgehalten. Bei dieser Gelegenheit regten die vorgenannten
Herren die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr an. Die Bürger
Joseph Hartmann und Stephan Heinzelmann traten, veranlasst durch diese Anregung,
den Weg zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr durch Unterschriften
sammeln an. Die Unterschriebenen wurden nun am 1. Oktober 1876 zu einer Versammlung
geladen, worauf die Gründung erfolgte. Die nunmehrige freiwillige Feuerwehr
Bonstetten wählte an diesem Tage den Bürgermeister H. Klemmer zum
Vorstand, den Ökonomen Joseph Hartmann zum Kommandanten, den Lehrer Friedrich
Streicher zum Kassierer und Schriftführer, den Schlossermeister Joseph
Mayr zum Requisitenmeister und den Brauer Anton Schaller zum Vertrauensmann
des neu gegründeten Vereins."
So steht es im "Dienstbuch für die Freiwillige Feuerwehr Bonstetten".
Der handschriftliche Eintrag, sauber und wie gestochen geschrieben, enthält
auch noch die Feststellung, dass am Gründungstag 24 Mann dem Verein beitraten.
Gemessen an der damaligen Einwohnerzahl -1875 wurden 360 Personen gezählt
- waren die zwei Dutzend Freiwilligen sicher nicht die Hälfte der Pflichtfeuerwehrleute,
die bisher allein für den Feuerschutz verantwortlich waren. Der Grund
für diese Zurückhaltung geht aus dem Dienstbuch nicht hervor. Dass
sie noch zwanzig Jahre und mehr anhielt, beweisen wiederholte Vermerke des
Bezirksvertreters Klingensteiner anlässlich der durchgeführten Inspektionen
im Dienstbuch. So ist unter dem 13. Mai 1888 nachzulesen: "Schließlich
wäre es recht wünschenswert, wenn von den vielen jungen Männern
der Gemeindefeuerwehr sich eine Anzahl herab ließe, um die Reihe der
freiwilligen Feuerwehr zu verstärken." Erstmals im Jahr 1898 stieg
die Zahl der Aktiven auf 53 Mann an. 64 Mitglieder waren der Höchststand.
In den Gründerjahren wurde jeder Feuerwehrmann mit einer Ladeliste zu
den Übungen aufgerufen und musste diese Einladung mit seiner Unterschrift
bestätigen. Bei unentschuldigtem Fernbleiben gab es eine Geldstrafe von
60 Mark oder 14 Tage Gefängnis.
Nachdem die notwendigsten Geräte, wie eine abprotzbare Druckspritze,
60 m Schläuche sowie Anstell- und Dachleitern beschafft waren, sollte
auch eine entsprechende Wasserversorgung gewährleistet werden. So wurde
1878 unter Bürgermeister Klemmer, dem Vorstand, mit tatkräftiger
Hilfe der Feuerwehrmänner eine Wasserreserve mit 5 m Länge, 3 m
Breite und 1 m Tiefe gebaut.
In den nächsten Jahren wurden eine Schlauchhaspel, Messinghelme mit weißen,
schwarzen und roten Haarbüschen, eine Branddirektionsfahne, ein Signalhorn
und drei Signalhupen beschafft.
1892 erhielt die Feuerwehr mit Hilfe des Kreises einen Steigerwagen. Zuschüsse
von der königlichen Landesversicherungskammer und der Feuerwehrversicherung
"Providenta" halfen die notwendigsten Requisiten und Gerätschaften
immer wieder zu ergänzen.
Als Anerkennung
für den selbstlosen Einsatz beim Brand in Kruichen überwies die
Basler Versicherungsgesellschaft einen Betrag von 40 Mark an die Vereinskasse.
In den ersten Jahren des Bestehens der Wehr kam es bei den Übungen nicht
allein darauf an, ob die sechs Steiger und die elf Männer des Spritzenzuges
mit den wenigen Geräten umzugehen verstanden; sie mussten vor allem auch
exerzieren können - und sie konnten es. So bestätigte Bezirksvertreter
Klingensteiner anlässlich der Inspektion am 13. Mai 1888: "Die vorgeführten
Übungen, bestehend aus Wendungen stehenden Fußes und Marschieren,
Ein- und Ausmarsch an die Geräte, sowie eine taktische Übung am
Schaller`schen Brauanwesen fielen vollkommen zufrieden stellend aus"
In der damaligen
Zeit war Wasser, im Notfall auch Odel, das einzige Löschmittel. Der lederne
Löscheimer gehörte damals noch zu den notwendigen Utensilien jedes
geordneten Hausstandes. Vielfach wurde das Wasser auch in Odelfässern
herbei gefahren, denn bis zum Bau der Wasserleitung war noch ein weiter Weg.
Die wenigen Löschgeräte gaben aber wiederholt Grund zur Kritik.
So empfahl Bezirksvertreter Raiser 1892 dringend die Anschaffung einer größeren
Löschmaschine oder eines Hydrorohres, "da die Wasserverhältnisse
in Bonstetten sehr gut gelagert sind".
Weitere Zuschüsse von insgesamt 500 Mark in den folgenden Jahren ermöglichten
1896 die Anschaffung einer fahrbaren Feuerspritze.
Bei vielen Bränden in Bonstetten und den Nachbargemeinden Adelsried,
Kruichen und Welden wurde die Bonstetter Wehr zu Hilfe gerufen. Zum ersten
im Dienstbuch eingetragenen Brandeinsatz rückte die Wehr am Abend des
31. Januar 1888 nach Kruichen aus. Der erste große Brand in Bonstetten
war am 25. April 1891 bei Leonhard Wiedemann, Haus Nr. 42, ein Scheunenbrand,
ausgelöst durch zündelnde Kinder. An den Löscharbeiten beteiligten
sich 42 Mann der Freiwilligen- und 26 Mann der Pflicht-Feuerwehr aus Bonstetten
und Adelsried.
Alarmiert wurde durch Glockensignal und Feuerreiterdienst. Außerhalb
der eigenen Gemeinde waren Adelsried und Kruichen die häufigsten Einsatzorte
der Bonstetter Wehr.
Nach 15jährigem Bestehen wurden die seit Gründung der Feuerwehr
zugehörigen Mitglieder mit Ehrendiplomen ausgezeichnet. Mit diesen Urkunden
wurden im Jahr 1892 Philipp Mayer, Josef Hartmann, Matthäus Wagner, Sebastian
Gruber, Xaver Off, Ulrich Mayr, Alois Heimbrandt und Gottlieb Wagner geehrt.
Stets nahm die Freiwillige Feuerwehr auch am öffentlichen Leben regen
Anteil. "Alljährlich", schreibt schon der Chronist, "nimmt
die Feuerwehr an der Fronleichnamsprozession ehrenden Anteil". Anlässlich
der Pfarrinstallation wurde dem Hochwürden Herrn Pfarrer G. Riegel ein
"solennes (feierliches) Feuerwerk" vom Kommandanten abgebrannt.
1894 feierte Peter Stegherr sein erstes heiliges Messopfer. Zu dieser heiligen
Handlung erschien die Freiwillige Feuerwehr vollzählig. Sie leistete
den Ordnungsdienst beim Einzug des Primizianten und bei der Primizfeier.
Mit einem Jahr Verspätung feierte die FF am 20. Juli 1902 das 25-jährige
Jubiläum mit folgendem Festprogramm:
- 5 Uhr Reveille (militärischer Weckruf)
- Kirchenzug mit Musik
- Festmahl
- Empfang der Festgäste und Begrüßung derselben
- Überreichung der Ehrenzeichen und Ehrendiplome
- Festzug
- hierauf musikalische Unterhaltung im Garten der Brauerei (bei regnerischer
Witterung im Saale derselben)
- Abends Feuerwerk
- Montag, Gottesdienst für die Verstorbenen.
Der Überschuss des Festes betrug 54,92 Mark.
Die Floriansjünger hielten das gesellschaftliche Leben der Gemeinde in
Schwung. Die Weihnachtsfeiern und die Faschingsbälle standen von Anfang
an hoch im Kurs. Trotzdem bedurfte es meist außerordentlicher Versammlungen,
um Einzelheiten festzulegen. So wurde am 25. Jan.1903 festgesetzt, dass die
Musik von 3 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends um 20 Mark spielt, die Mitglieder
freien Eintritt haben und "Frauenzimmer" einführen dürfen.
"Schul- und Christenlehrpflichtige unter 18 Jahren durften nicht erscheinen."
Auch für die Bestattung verstorbener Mitglieder bestand ein genaues Reglement.
1909 wurde beschlossen, dass die Träger bei einer Beerdigung eine Maß
Bier und eine Brotzeit von der Vereinskasse bezahlt erhalten. Im gleichen
Beschluss heißt es noch: "Sollte ein Feuerwehrmann auch Mitglied
der Marianischen Kongregation sein, bleibt es den Hinterbliebenen freigestellt,
ob sie die Träger von der Kongregation oder der Feuerwehr wünschen."
In den Kriegsjahren von 1914-1918 wurde kein Protokoll vermerkt; einige unserer
Kameraden mussten "im Feld" ihr Leben lassen.
Am 3. Juli 1927 wurde das 50-jährige Gründungsjubiläum gefeiert.
Das Fest fand nur im kleinen Rahmen statt.
In den Kriegsjahren 1940-1941 sind Frühjahrsappelle unter Wehrführer
Otto Mayr vermerkt. Außerdem gab es in den letzen Kriegsjahren Übungen
einer Damenfeuerwehr (Weiberfeuerwehr).
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, wurde die erste Generalversammlung
schon am 2. Dezember 1945 abgehalten. Außerdem musste die Feuerwehr
ihre Ausrüstung erneuern. Die heute noch vorhandene mechanische Holzschubleiter
von 1941 war damals das einzige brauchbare Gerät. Daher mussten 1946
neues Schlauchmaterial und eine Motorspritze beschafft werden.
1953 erhielt die Taubstummenanstalt in Dillingen den Auftrag eine Fahne zu
sticken. Das Bildnis zeigt die Lourdeskapelle Bonstetten, und den Hl. Florian,
den Schutzpatron der Feuerwehr. Der Anschaffungspreis betrug 1400 DM. Das
Geld für die neue Fahne wurde durch Theaterspielen und Weihnachtsfeiern
mit Glückshafen und Christbaumversteigerung aufgebracht. Der Beitrag
wurde einmalig um 3 Mark erhöht.
Seitdem wird die Fahne bei allen festlichen Anlässen der Wehr voran getragen
und den verstorbenen Kameraden zum Abschiedsgruß am Grab gesenkt.
Fahnenweihe und 75jähriges Gründungsjubiläum wurden am 19.
Juli 1953 gefeiert.
Die Patenschaft übernahm die FF Welden. Der Festgottesdienst und die
Weihe der neuen Fahne mit anschließendem Festzug wurden unter freiem
Himmel beim Lipp Lehle (Wiegenberg) abgehalten. Die weiteren Festivitäten
fanden im Hof der Brauerei Schaller statt.
Erster Vorstand war Bürgermeister Josef Stegherr, 1. Kommandant Anton
Schrötter, 2. Kommandant Martin Bschorr. Als Fahnenjunker fungierte Sebastian
Gruber, seine Begleiter waren Kaspar Probst und Josef Brandler. Fahnenbraut
war Juliana Gruber und Festjungfrauen waren Gertraud Biehler, Fanny Saule,
Berta Schöpf, Marianne Mayer und Elisabeth Fink. Weiterhin begleiteten
die Fahne vier Fahnenbräutchen. Dies waren Ingrid Ruisinger, Gerda Müller,
Ursula Fladerer und Dora Thalhofer.
In den 50-er Jahren war es Tradition, Faschingsumzüge und Faschingsbälle
abzuhalten. Bei letzteren wurde jedes Jahr zwischen der Restauration Wengenmayr
und der Brauerei Schaller gewechselt. Bei den Bällen spielte entweder
die Blaskapelle Fladerer oder die Streichmusik Fladerer auf. Der Eintritt
kostete 1 DM.
Schon seit 1961 verfügte die Wehr über eine leistungsfähige
Tragkraftspritze TS 8 mit Hänger von der Firma Bachert. Der Anhänger
wurde 1971 an die FF Gabelbachergreut verkauft.
Die Tragkraftspritze war bis ins Jahr 2000 einsatzfähig.
Am 25. -26. Juni 1966 feierte die Freiwillige Feuerwehr Bonstetten ihr 90jähriges
Gründungsfest. Zu erwähnen ist hier, dass erst bei der Generalversammlung
am 09. 01. 1966 beschlossen wurde ein Fest abzuhalten. Zugleich wurde ein
Festausschuss gebildet, der sich wie folgt zusammensetzte: Festausschussvorsitzender
Bgm. Hubert Huber, Schriftführer Josef Schaller, 1. Vorstand Johann Dichtl,
Kommandant Sebastian Gruber, Adjutant Anton Mayr, Kassierer Josef Mayr, Beisitzer
Anton Schrötter, Lorenz Förg, Anton Seitz, Egbert Mayer, Georg Mayer
und Karl Braun. Fahnenjunker war Manfred Steinle, seine Begleiter Anton Weinmann
und Emmeran Dichtl. Festjungfrauen waren Sieglinde Mayr, Elfriede Bschorr,
Paula Engelhart, Leni Haslinger, Sofi Thalhofer und Rita Weißhaupt.
Der Festplatz mit Bierzelt befand sich an der Unteren Stauffersbergstr. (Raiffeisenstrasse)
Der Festgottesdienst konnte noch im Freien abgehalten werden. Weil es danach
regnete musste der Festumzug ausfallen.
Im Jahre 1967 gewährte die Feuerwehr dem Sportverein zum Sportheimbau
ein Darlehen.
Nachdem das alte Feuerwehrhaus zu klein wurde, es befand sich an der Ecke
Hauptstraße/Untere Staufersbergstrasse, zog man am 12. Oktober 1969
in das neue Feuerwehrhaus mit Schlauchturm und Lehrsaal um. Die Einweihungszeremonie
nahm Herr Pfarrer Waletschek vor. Zugleich wurde die FF Bonstetten in die
Funkalarmierung des Landkreises mit einbezogen.
1972 konnte ein LF 8 Typ Hanomag in Dienst gestellt werden. Die Beschaffungskosten
betrugen ca. 43.000 DM.
Bei der Generalversammlung wurde beschlossen, den Autokauf mit etwa 4500 DM
aus dem damaligen Vereinsvermögen mitzufinanzieren, so dass noch 1000
DM im Vereinsvermögen verblieben. Allerdings ließ man sich mit
der Bezahlung Zeit; erst nach einer Mahnung des Bürgermeisters wurde
der Betrag ein Jahr verspätet überwiesen.
Beim 80jährigen Gründungsfest der FF Streitheim von 21.-24. Juni
1973 übernahm die FF Bonstetten die Patenschaft.
Als Pate feierte man mit der FF Welden von 6.-16. Juni 1974 deren 100jähriges
Gründungsfest.
1975 wurde ein Funkgerät im Auto installiert und Handfunksprechgeräte
beschafft. Noch im selben Jahr wurde ein gebrauchtes Sonderfahrzeug Typ Ford
Transit gekauft.
Unter dem Motto " Bonstetten feiert", wurde vom 9. bis 13. Juli
1976 das 100jährige Gründungsjubiläum gefeiert. Unter den zahlreichen
Gästen konnten wir unseren Patenverein aus Welden, sowie Feuerwehrkameraden
aus Bonstetten/Schweiz, Südtirol und Österreich begrüßen.
Auch die Südtiroler Trachtenkapelle Penon/Kurtatsch und Gesangsgruppen
aus der Schweiz waren dabei.
Der Festausschuss setzte sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Roman Koller,
Bürgermeister Hubert Huber, 1. Vorstand Jakob Deil, Kommandant Sebastian
Gruber, Beisitzer Jakob Stegherr, Anton Mayr, Josef Mayr, Isidor u. Johann
Fladerer, Julius Huber, Egbert Mayer, Georg Mayr, Franz Schmid jun., Anton
Seitz und Hans Wagner. Fahnenjunker war Josef Treu, seine Begleiter, Werner
Bergbold und Stephan Deil. Festdamen waren Elisabeth Deil, Rosmarie Fladerer,
Luitgart Gruber, Karin Hoppe, Elisabeth Koller und Angelika Schaller.
Als Pate feierte man vom 6.-8. Juli 1984 90-jäh-riges Gründungsfest
mit der FF Streitheim.
Am 20. Mai 1984 fand die Segnung des neuen Gemeindehauses mit Musikheim und
Feuerwehrhaus durch Ortspfarrer Theo Grotz statt. Zu den Feierlichkeiten konnten
wir auch Feuerwehrkameraden aus der Partnergemeinde Bonstetten/ Schweiz begrüßen.
Im Jahre 1986 beging die Wehr ihr 110-jähriges Bestehen. Im Festzelt
vor dem Gemeindehaus wurden langjährige Mitglieder durch die damaligen
Vorstände Jakob Deil sen. und Roman Koller geehrt. Eine Fahrzeug- und
Geräteschau rundete das kleine, aber festliche Jubiläum ab.
1987, nach dem gelungen Kirchweihfest, übergab Vorsitzender Jakob Deil
sen. einen Teil des Gewinnes an den Ortspfarrer Theo Grotz und an Brigitte
Binswanger, die Leiterin des Kindergartens St. Stephan weiter.
Durch Kommandant Herbert Mayr wurde 1993 die erste Jugendgruppe der Freiwilligen
Feuerwehr Bonstetten ins Leben gerufen.
Zur Bewältigung ihrer Aufgaben steht seit Mai 1994 der FF Bonstetten
ein LF 8/6 Typ Iveco Magirus zur Verfügung. Die feierliche Weihe nahm
Pfarrer Dr. Dr. Lochbrunner vor. Das alte Fahrzeug von 1972 wird weiterhin
als Mannschafts- und Gerätetransporter eingesetzt.
100 Jahre FF Streitheim hieß es vom 17.-19. Juni 1994; wir waren gerne
Pate.
Von 1996-1998 renovierte die FF Bonstetten, unter Leitung von Herbert Mayr
und Paul Keiß, mit weiteren Kameraden, die auf dem Weg nach Welden liegende
Lourdeskapelle.
Nach einem unvergessen Patenbitten übernahm man auch die Patenschaft
für das 125-jährige Gründungsfest der FF Welden. vom 03. -
07. Juni 1999
2000 zählte die Feuerwehr Bonstetten 42 aktive Dienstleistende, davon
5 Jungfeuerwehrmänner mit Truppmannausbildung, und 17 Feuerwehranwärter.
Der Freiwilligen Feuerwehr Bonstetten gehörten 200 Mitglieder an.
2001 wurde das 125-jährige Gründungsfest gefeiert.
Für die
Vorbereitung des Jubiläum hat die Feuerwehr erhebliche Zeitaufwendungen
erbracht. Allein 30 Festausschusssitzungen wurden in der Vorbereitungszeit
abgehalten. Eine nicht nachvollziehbare Anzahl von Gesprächen und Telefonaten
der verschiedenen Organisationsteile wurden für das Fest geleistet.Das
Festjahr 2001 wurde mit einem Feuerwehrball eröffnet. Bei diesem Ball
wurde an Herrn Bgm. Anton Gleich die Schirmherrschaft übertragen.
Beim Festakt
im Bräustüble Bonstetten konnten wir zahlreichen Mitglieder, die
ehemalige Festdamen, sowie die örtlichen Vertreter der Gemeinde, Ortspfarrer
Dr. Dr. Manfred Lochbrunner, Landtagsabgeordneter Max Strehle und Kreisbrandrat
Georg Anzenhofer begrüßen.
Am Pfingstwochenende
wurden über Tausend Bilder und etliche Requisiten der 125-jährige
Geschichte der FF Bonstetten ausgestellt.
Schon Wochen
vorher kündeten überlebensgroße Feuerwehrmänner an den
Ortseingängen das Jubiläum an. Gefertigt wurden sie von unserem
Feuerwehrkameraden Johann Fladerer.
Das Festwochenende
begann am Donnerstag, den 21.6.2001 im festlich geschmückten, 1200 Mann
großem Festzelt im Hofe der ehemaligen Brauerei Schaller mit einer Summer-Night-Party.
Am Freitag,
den 22.08.2001 gedachten wir mit Ortsgeistlichen Dr. Dr. M. Lochbrunner, umrahmt
vom Musikverein Bonstetten, unseren toten Kameraden am Kriegerdenkmal.
Abends
eröffnete Schirmherr Bgm. Anton Gleich offiziell das Fest. Anschließend
spielte die Festkapelle, die Stauffersberger Musikanten (Musikverein Bonstetten)
auf.
Am Samstag,
den 23.06.2001 begrüßten wir unsere Feuerwehrkameraden der Partnergemeinde
Bonstetten/Schweiz unter der Führung von Kommandant Primus Kaiser. Nachmittags
fand eine Fahrzugschau statt bei der wir auch das Löschfahrzeug der Schweizer
Kameraden besichtigen konnten.
Beim großen
Festabend heizte die Damen Showband "Die Midnight-Ladies" den Festbesuchern
bis in die Morgenstunden kräftig ein.
Bei strahlendem
Sonnenschein begannen wir den Sonntag mit einem Festgottesdienst im Festzelt.
Über
80 Vereine und Organisationen zogen nachmittags mit bunten Festwagen und Gespannen
durch unser festlich geschmücktes Dorf.
Zum Festausklang
spielte das "Original Laugna Echo.
Am Montag verabschiedeten
wir unsere Schweizer Feuerwehrkameraden. Die freundschaftlichen Beziehungen,
die seit 1984 zu stillstand gekommen waren und im Vorfeld des Festjahres von
den Festausschussmitgliedern Herbert Mayr und Franz Schmid wieder hergestellt
wurden, wurden durch dieses Fest noch mehr gefestigt.
Noch im
selben Jahr gab es ein Wiedersehen beim 125-jährigen Jubiläum der
Feldschützen Bonstetten/Schweiz.
Im Jahr 2002 waren wir Gäste bei der Herbstübung in Bonstetten/Schweiz. Dabei konnten wir uns von dem hohen Leistungsstand und der ausgezeichneten Ausbildung überzeugen. Beim abendlichen Apero verbrachten wir unvergessene Stunden und konnten unsere freundschaftlichen Beziehungen weiter vertiefen.
Bei den Neuwahlen im Jahr 2003 gab es folgende Änderungen:
1. Vorstand Schmid
Franz jun. bisher Dempfle Gilbert
2. Vorstand Keiß Mathias bisher Deil Johann
Kassierer Deffner Alfred bisher Seemiller Walter
Schriftführer Bschorr Wolfgang bisher Keiß Mathias
Aktivenvertreter Keiß Peter bisher Schmid Franz
Aktivenvertreter Deffner Sebastian bisher Mayr Herbert
Ausschussmitglieder Schaller Erwin u. Keiß Marcus
| Vorstand | Kommandant | |
| 1876 | Hans Klemmer | Josef Hartmann |
| 1879 | Hans Klemmer | Stephan Heinzelmann |
| 1880 | Philipp Mayr | Stephan Heinzelmann |
| 1881 | Kaspar Hense | Stephan Heinzelmann |
| 1882 | Anton Wagner | Josef Hartmann |
| 1884 | Philipp Mayr | Josef Hartmann |
| 1891 | Ambros Jasser | Josef Hartmann |
| 1895 | Johann Köttel | Josef Hartmann |
| 1901 | Georg Schmid | Emeran Dichtl |
| 1919 | Georg Schmid | Josef Böck |
| 1927 | Josef Mayer | Georg Schaller |
| 1934 | Josef Mayr | Otto Mayr |
| 1939 | Sebastian Gruber | Otto Mayr |
| 1945 | Josef Stegherr | Otto Mayr |
| 1950 | Josef Stegherr | Anton Schrötter |
| 1960 | Johann Dichtl | Sebastian Gruber |
| 1974 | Jakob Deil | Sebastian Gruber |
| 1980 | Jakob Deil | Jakob Stegherr |
| 1986 | Jakob Deil | Jakob Stegherr |
| 1991 | Gilbert Dempfle | Herbert Mayr |
| 1997 | Gilbert Dempfle | Markus Trägner |
| 2003 | Franz Schmid | Markus Trägner |
Die größten
Brände in Bonstetten:
12.05.1964:
landwirtschaftliches Anwesen von Josef Stegherr
19.06.1968:
Scheune von Kaspar Probst
09.06.1973:
landwirtschaftliches Anwesen von Maria Treu
31.05.1977.
Nebengebäude von Hubert Huber
09.10.1978:
Leerstehendes Holzhaus von Herrn Löffler
12.12.1982:
Wohnungsbrand bei Herrn Dietl
20.06.1983:
Feldstadel von Jakob Schmid