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Chronik

„Im Laufe des Jahres 1876 wurde durch den damaligen Herrn Bezirksamtmann Fleischmann und durch den Bezirksvertreter Klingensteiner eine Inspektion über die Pflichtfeuerwehr abgehalten. Bei dieser Gelegenheit regten die vorgenannten Herren die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr an. Die Bürger Joseph Hartmann und Stephan Heinzelmann traten, veranlasst durch diese Anregung, den Weg zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr durch Unterschriften sammeln an. Die Unterschriebenen wurden nun am 1. Oktober 1876 zu einer Versammlung geladen, worauf die Gründung erfolgte. Die nunmehrige freiwillige Feuerwehr Bonstetten wählte an diesem Tage den Bürgermeister H. Klemmer zum Vorstand, den Ökonomen Joseph Hartmann zum Kommandanten, den Lehrer Friedrich Streicher zum Kassierer und Schriftführer, den Schlossermeister Joseph Mayr zum Requisitenmeister und den Brauer Anton Schaller zum Vertrauensmann des neu gegründeten Vereins.“

So steht es im „Dienstbuch für die Freiwillige Feuerwehr Bonstetten“. Der handschriftliche Eintrag, sauber und wie gestochen geschrieben, enthält auch noch die Feststellung, dass am Gründungstag 24 Mann dem Verein beitraten. Gemessen an der damaligen Einwohnerzahl -1875 wurden 360 Personen gezählt – waren die zwei Dutzend Freiwilligen sicher nicht die Hälfte der Pflichtfeuerwehrleute, die bisher allein für den Feuerschutz verantwortlich waren. Der Grund für diese Zurückhaltung geht aus dem Dienstbuch nicht hervor. Dass sie noch zwanzig Jahre und mehr anhielt, beweisen wiederholte Vermerke des Bezirksvertreters Klingensteiner anlässlich der durchgeführten Inspektionen im Dienstbuch. So ist unter dem 13. Mai 1888 nachzulesen: „Schließlich wäre es recht wünschenswert, wenn von den vielen jungen Männern der Gemeindefeuerwehr sich eine Anzahl herab ließe, um die Reihe der freiwilligen Feuerwehr zu verstärken.“ Erstmals im Jahr 1898 stieg die Zahl der Aktiven auf 53 Mann an. 64 Mitglieder waren der Höchststand.

In den Gründerjahren wurde jeder Feuerwehrmann mit einer Ladeliste zu den Übungen aufgerufen und musste diese Einladung mit seiner Unterschrift bestätigen. Bei unentschuldigtem Fernbleiben gab es eine Geldstrafe von 60 Mark oder 14 Tage Gefängnis.

Nachdem die notwendigsten Geräte, wie eine abprotzbare Druckspritze, 60 m Schläuche sowie Anstell- und Dachleitern beschafft waren, sollte auch eine entsprechende Wasserversorgung gewährleistet werden. So wurde 1878 unter Bürgermeister Klemmer, dem Vorstand, mit tatkräftiger Hilfe der Feuerwehrmänner eine Wasserreserve mit 5 m Länge, 3 m Breite und 1 m Tiefe gebaut.

In den nächsten Jahren wurden eine Schlauchhaspel, Messinghelme mit weißen, schwarzen und roten Haarbüschen, eine Branddirektionsfahne, ein Signalhorn und drei Signalhupen beschafft.
1892 erhielt die Feuerwehr mit Hilfe des Kreises einen Steigerwagen. Zuschüsse von der königlichen Landesversicherungskammer und der Feuerwehrversicherung „Providenta“ halfen die notwendigsten Requisiten und Gerätschaften immer wieder zu ergänzen.
Als Anerkennung für den selbstlosen Einsatz beim Brand in Kruichen überwies die Basler Versicherungsgesellschaft einen Betrag von 40 Mark an die Vereinskasse.
In den ersten Jahren des Bestehens der Wehr kam es bei den Übungen nicht allein darauf an, ob die sechs Steiger und die elf Männer des Spritzenzuges mit den wenigen Geräten umzugehen verstanden; sie mussten vor allem auch exerzieren können – und sie konnten es. So bestätigte Bezirksvertreter Klingensteiner anlässlich der Inspektion am 13. Mai 1888: „Die vorgeführten Übungen, bestehend aus Wendungen stehenden Fußes und Marschieren, Ein- und Ausmarsch an die Geräte, sowie eine taktische Übung am Schaller`schen Brauanwesen fielen vollkommen zufrieden stellend aus“
In der damaligen Zeit war Wasser, im Notfall auch Odel, das einzige Löschmittel. Der lederne Löscheimer gehörte damals noch zu den notwendigen Utensilien jedes geordneten Hausstandes. Vielfach wurde das Wasser auch in Odelfässern herbei gefahren, denn bis zum Bau der Wasserleitung war noch ein weiter Weg. Die wenigen Löschgeräte gaben aber wiederholt Grund zur Kritik. So empfahl Bezirksvertreter Raiser 1892 dringend die Anschaffung einer größeren Löschmaschine oder eines Hydrorohres, „da die Wasserverhältnisse in Bonstetten sehr gut gelagert sind“.
Weitere Zuschüsse von insgesamt 500 Mark in den folgenden Jahren ermöglichten 1896 die Anschaffung einer fahrbaren Feuerspritze.
Bei vielen Bränden in Bonstetten und den Nachbargemeinden Adelsried, Kruichen und Welden wurde die Bonstetter Wehr zu Hilfe gerufen. Zum ersten im Dienstbuch eingetragenen Brandeinsatz rückte die Wehr am Abend des 31. Januar 1888 nach Kruichen aus. Der erste große Brand in Bonstetten war am 25. April 1891 bei Leonhard Wiedemann, Haus Nr. 42, ein Scheunenbrand, ausgelöst durch zündelnde Kinder. An den Löscharbeiten beteiligten sich 42 Mann der Freiwilligen- und 26 Mann der Pflicht-Feuerwehr aus Bonstetten und Adelsried.
Alarmiert wurde durch Glockensignal und Feuerreiterdienst. Außerhalb der eigenen Gemeinde waren Adelsried und Kruichen die häufigsten Einsatzorte der Bonstetter Wehr.

Nach 15jährigem Bestehen wurden die seit Gründung der Feuerwehr zugehörigen Mitglieder mit Ehrendiplomen ausgezeichnet. Mit diesen Urkunden wurden im Jahr 1892 Philipp Mayer, Josef Hartmann, Matthäus Wagner, Sebastian Gruber, Xaver Off, Ulrich Mayr, Alois Heimbrandt und Gottlieb Wagner geehrt.

Stets nahm die Freiwillige Feuerwehr auch am öffentlichen Leben regen Anteil. „Alljährlich“, schreibt schon der Chronist, „nimmt die Feuerwehr an der Fronleichnamsprozession ehrenden Anteil“. Anlässlich der Pfarrinstallation wurde dem Hochwürden Herrn Pfarrer G. Riegel ein „solennes (feierliches) Feuerwerk“ vom Kommandanten abgebrannt.

1894 feierte Peter Stegherr sein erstes heiliges Messopfer. Zu dieser heiligen Handlung erschien die Freiwillige Feuerwehr vollzählig. Sie leistete den Ordnungsdienst beim Einzug des Primizianten und bei der Primizfeier.

Mit einem Jahr Verspätung feierte die FF am 20. Juli 1902 das 25-jährige Jubiläum mit folgendem Festprogramm:
– 5 Uhr Reveille (militärischer Weckruf)
– Kirchenzug mit Musik
– Festmahl
– Empfang der Festgäste und Begrüßung derselben
– Überreichung der Ehrenzeichen und Ehrendiplome
– Festzug
– hierauf musikalische Unterhaltung im Garten der Brauerei (bei regnerischer Witterung im Saale derselben)
– Abends Feuerwerk
– Montag, Gottesdienst für die Verstorbenen.
Der Überschuss des Festes betrug 54,92 Mark.

Die Floriansjünger hielten das gesellschaftliche Leben der Gemeinde in Schwung. Die Weihnachtsfeiern und die Faschingsbälle standen von Anfang an hoch im Kurs. Trotzdem bedurfte es meist außerordentlicher Versammlungen, um Einzelheiten festzulegen. So wurde am 25. Jan.1903 festgesetzt, dass die Musik von 3 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends um 20 Mark spielt, die Mitglieder freien Eintritt haben und „Frauenzimmer“ einführen dürfen. „Schul- und Christenlehrpflichtige unter 18 Jahren durften nicht erscheinen.“

Auch für die Bestattung verstorbener Mitglieder bestand ein genaues Reglement. 1909 wurde beschlossen, dass die Träger bei einer Beerdigung eine Maß Bier und eine Brotzeit von der Vereinskasse bezahlt erhalten. Im gleichen Beschluss heißt es noch: „Sollte ein Feuerwehrmann auch Mitglied der Marianischen Kongregation sein, bleibt es den Hinterbliebenen freigestellt, ob sie die Träger von der Kongregation oder der Feuerwehr wünschen.“

In den Kriegsjahren von 1914-1918 wurde kein Protokoll vermerkt; einige unserer Kameraden mussten „im Feld“ ihr Leben lassen.

Am 3. Juli 1927 wurde das 50-jährige Gründungsjubiläum gefeiert. Das Fest fand nur im kleinen Rahmen statt.

In den Kriegsjahren 1940-1941 sind Frühjahrsappelle unter Wehrführer Otto Mayr vermerkt. Außerdem gab es in den letzen Kriegsjahren Übungen einer Damenfeuerwehr (Weiberfeuerwehr).

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, wurde die erste Generalversammlung schon am 2. Dezember 1945 abgehalten. Außerdem musste die Feuerwehr ihre Ausrüstung erneuern. Die heute noch vorhandene mechanische Holzschubleiter von 1941 war damals das einzige brauchbare Gerät. Daher mussten 1946 neues Schlauchmaterial und eine Motorspritze beschafft werden.

1953 erhielt die Taubstummenanstalt in Dillingen den Auftrag eine Fahne zu sticken. Das Bildnis zeigt die Lourdeskapelle Bonstetten, und den Hl. Florian, den Schutzpatron der Feuerwehr. Der Anschaffungspreis betrug 1400 DM. Das Geld für die neue Fahne wurde durch Theaterspielen und Weihnachtsfeiern mit Glückshafen und Christbaumversteigerung aufgebracht. Der Beitrag wurde einmalig um 3 Mark erhöht.
Seitdem wird die Fahne bei allen festlichen Anlässen der Wehr voran getragen und den verstorbenen Kameraden zum Abschiedsgruß am Grab gesenkt.

Fahnenweihe und 75jähriges Gründungsjubiläum wurden am 19. Juli 1953 gefeiert.
Die Patenschaft übernahm die FF Welden. Der Festgottesdienst und die Weihe der neuen Fahne mit anschließendem Festzug wurden unter freiem Himmel beim Lipp Lehle (Wiegenberg) abgehalten. Die weiteren Festivitäten fanden im Hof der Brauerei Schaller statt.
Erster Vorstand war Bürgermeister Josef Stegherr, 1. Kommandant Anton Schrötter, 2. Kommandant Martin Bschorr. Als Fahnenjunker fungierte Sebastian Gruber, seine Begleiter waren Kaspar Probst und Josef Brandler. Fahnenbraut war Juliana Gruber und Festjungfrauen waren Gertraud Biehler, Fanny Saule, Berta Schöpf, Marianne Mayer und Elisabeth Fink. Weiterhin begleiteten die Fahne vier Fahnenbräutchen. Dies waren Ingrid Ruisinger, Gerda Müller, Ursula Fladerer und Dora Thalhofer.
In den 50-er Jahren war es Tradition, Faschingsumzüge und Faschingsbälle abzuhalten. Bei letzteren wurde jedes Jahr zwischen der Restauration Wengenmayr und der Brauerei Schaller gewechselt. Bei den Bällen spielte entweder die Blaskapelle Fladerer oder die Streichmusik Fladerer auf. Der Eintritt kostete 1 DM.

Schon seit 1961 verfügte die Wehr über eine leistungsfähige Tragkraftspritze TS 8 mit Hänger von der Firma Bachert. Der Anhänger wurde 1971 an die FF Gabelbachergreut verkauft.
Die Tragkraftspritze war bis ins Jahr 2000 einsatzfähig.

Am 25. -26. Juni 1966 feierte die Freiwillige Feuerwehr Bonstetten ihr 90jähriges Gründungsfest. Zu erwähnen ist hier, dass erst bei der Generalversammlung am 09. 01. 1966 beschlossen wurde ein Fest abzuhalten. Zugleich wurde ein Festausschuss gebildet, der sich wie folgt zusammensetzte: Festausschussvorsitzender Bgm. Hubert Huber, Schriftführer Josef Schaller, 1. Vorstand Johann Dichtl, Kommandant Sebastian Gruber, Adjutant Anton Mayr, Kassierer Josef Mayr, Beisitzer Anton Schrötter, Lorenz Förg, Anton Seitz, Egbert Mayer, Georg Mayer und Karl Braun. Fahnenjunker war Manfred Steinle, seine Begleiter Anton Weinmann und Emmeran Dichtl. Festjungfrauen waren Sieglinde Mayr, Elfriede Bschorr, Paula Engelhart, Leni Haslinger, Sofi Thalhofer und Rita Weißhaupt. Der Festplatz mit Bierzelt befand sich an der Unteren Stauffersbergstr. (Raiffeisenstrasse) Der Festgottesdienst konnte noch im Freien abgehalten werden. Weil es danach regnete musste der Festumzug ausfallen.

Im Jahre 1967 gewährte die Feuerwehr dem Sportverein zum Sportheimbau ein Darlehen.

Nachdem das alte Feuerwehrhaus zu klein wurde, es befand sich an der Ecke Hauptstraße/Untere Staufersbergstrasse, zog man am 12. Oktober 1969 in das neue Feuerwehrhaus mit Schlauchturm und Lehrsaal um. Die Einweihungszeremonie nahm Herr Pfarrer Waletschek vor. Zugleich wurde die FF Bonstetten in die Funkalarmierung des Landkreises mit einbezogen.

1972 konnte ein LF 8 Typ Hanomag in Dienst gestellt werden. Die Beschaffungskosten betrugen ca. 43.000 DM.
Bei der Generalversammlung wurde beschlossen, den Autokauf mit etwa 4500 DM aus dem damaligen Vereinsvermögen mitzufinanzieren, so dass noch 1000 DM im Vereinsvermögen verblieben. Allerdings ließ man sich mit der Bezahlung Zeit; erst nach einer Mahnung des Bürgermeisters wurde der Betrag ein Jahr verspätet überwiesen.

Beim 80jährigen Gründungsfest der FF Streitheim von 21.-24. Juni 1973 übernahm die FF Bonstetten die Patenschaft.

Als Pate feierte man mit der FF Welden von 6.-16. Juni 1974 deren 100jähriges Gründungsfest.

1975 wurde ein Funkgerät im Auto installiert und Handfunksprechgeräte beschafft. Noch im selben Jahr wurde ein gebrauchtes Sonderfahrzeug Typ Ford Transit gekauft.

Unter dem Motto “ Bonstetten feiert“, wurde vom 9. bis 13. Juli 1976 das 100jährige Gründungsjubiläum gefeiert. Unter den zahlreichen Gästen konnten wir unseren Patenverein aus Welden, sowie Feuerwehrkameraden aus Bonstetten/Schweiz, Südtirol und Österreich begrüßen. Auch die Südtiroler Trachtenkapelle Penon/Kurtatsch und Gesangsgruppen aus der Schweiz waren dabei.
Der Festausschuss setzte sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Roman Koller, Bürgermeister Hubert Huber, 1. Vorstand Jakob Deil, Kommandant Sebastian Gruber, Beisitzer Jakob Stegherr, Anton Mayr, Josef Mayr, Isidor u. Johann Fladerer, Julius Huber, Egbert Mayer, Georg Mayr, Franz Schmid jun., Anton Seitz und Hans Wagner. Fahnenjunker war Josef Treu, seine Begleiter, Werner Bergbold und Stephan Deil. Festdamen waren Elisabeth Deil, Rosmarie Fladerer, Luitgart Gruber, Karin Hoppe, Elisabeth Koller und Angelika Schaller.

Als Pate feierte man vom 6.-8. Juli 1984 90-jäh-riges Gründungsfest mit der FF Streitheim.

Am 20. Mai 1984 fand die Segnung des neuen Gemeindehauses mit Musikheim und Feuerwehrhaus durch Ortspfarrer Theo Grotz statt. Zu den Feierlichkeiten konnten wir auch Feuerwehrkameraden aus der Partnergemeinde Bonstetten/ Schweiz begrüßen.

Im Jahre 1986 beging die Wehr ihr 110-jähriges Bestehen. Im Festzelt vor dem Gemeindehaus wurden langjährige Mitglieder durch die damaligen Vorstände Jakob Deil sen. und Roman Koller geehrt. Eine Fahrzeug- und Geräteschau rundete das kleine, aber festliche Jubiläum ab.

1987, nach dem gelungen Kirchweihfest, übergab Vorsitzender Jakob Deil sen. einen Teil des Gewinnes an den Ortspfarrer Theo Grotz und an Brigitte Binswanger, die Leiterin des Kindergartens St. Stephan weiter.

Durch Kommandant Herbert Mayr wurde 1993 die erste Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bonstetten ins Leben gerufen.

Zur Bewältigung ihrer Aufgaben steht seit Mai 1994 der FF Bonstetten ein LF 8/6 Typ Iveco Magirus zur Verfügung. Die feierliche Weihe nahm Pfarrer Dr. Dr. Lochbrunner vor. Das alte Fahrzeug von 1972 wird weiterhin als Mannschafts- und Gerätetransporter eingesetzt.

100 Jahre FF Streitheim hieß es vom 17.-19. Juni 1994; wir waren gerne Pate.

Von 1996-1998 renovierte die FF Bonstetten, unter Leitung von Herbert Mayr und Paul Keiß, mit weiteren Kameraden, die auf dem Weg nach Welden liegende Lourdeskapelle.

Nach einem unvergessen Patenbitten übernahm man auch die Patenschaft für das 125-jährige Gründungsfest der FF Welden. vom 03. – 07. Juni 1999

2000 zählte die Feuerwehr Bonstetten 42 aktive Dienstleistende, davon 5 Jungfeuerwehrmänner mit Truppmannausbildung, und 17 Feuerwehranwärter. Der Freiwilligen Feuerwehr Bonstetten gehörten 200 Mitglieder an.

2001 wurde das 125-jährige Gründungsfest gefeiert.
Für die Vorbereitung des Jubiläum hat die Feuerwehr erhebliche Zeitaufwendungen erbracht. Allein 30 Festausschusssitzungen wurden in der Vorbereitungszeit abgehalten. Eine nicht nachvollziehbare Anzahl von Gesprächen und Telefonaten der verschiedenen Organisationsteile wurden für das Fest geleistet.Das Festjahr 2001 wurde mit einem Feuerwehrball eröffnet. Bei diesem Ball wurde an Herrn Bgm. Anton Gleich die Schirmherrschaft übertragen.
Beim Festakt im Bräustüble Bonstetten konnten wir zahlreichen Mitglieder, die ehemalige Festdamen, sowie die örtlichen Vertreter der Gemeinde, Ortspfarrer Dr. Dr. Manfred Lochbrunner, Landtagsabgeordneter Max Strehle und Kreisbrandrat Georg Anzenhofer begrüßen.
Am Pfingstwochenende wurden über Tausend Bilder und etliche Requisiten der 125-jährige Geschichte der FF Bonstetten ausgestellt.
Schon Wochen vorher kündeten überlebensgroße Feuerwehrmänner an den Ortseingängen das Jubiläum an. Gefertigt wurden sie von unserem Feuerwehrkameraden Johann Fladerer.
Das Festwochenende begann am Donnerstag, den 21.6.2001 im festlich geschmückten, 1200 Mann großem Festzelt im Hofe der ehemaligen Brauerei Schaller mit einer Summer-Night-Party.
Am Freitag, den 22.08.2001 gedachten wir mit Ortsgeistlichen Dr. Dr. M. Lochbrunner, umrahmt vom Musikverein Bonstetten, unseren toten Kameraden am Kriegerdenkmal.
Abends eröffnete Schirmherr Bgm. Anton Gleich offiziell das Fest. Anschließend spielte die Festkapelle, die Stauffersberger Musikanten (Musikverein Bonstetten) auf.
Am Samstag, den 23.06.2001 begrüßten wir unsere Feuerwehrkameraden der Partnergemeinde Bonstetten/Schweiz unter der Führung von Kommandant Primus Kaiser. Nachmittags fand eine Fahrzugschau statt bei der wir auch das Löschfahrzeug der Schweizer Kameraden besichtigen konnten.
Beim großen Festabend heizte die Damen Showband „Die Midnight-Ladies“ den Festbesuchern bis in die Morgenstunden kräftig ein.
Bei strahlendem Sonnenschein begannen wir den Sonntag mit einem Festgottesdienst im Festzelt.
Über 80 Vereine und Organisationen zogen nachmittags mit bunten Festwagen und Gespannen durch unser festlich geschmücktes Dorf.
Zum Festausklang spielte das „Original Laugna Echo.
Am Montag verabschiedeten wir unsere Schweizer Feuerwehrkameraden. Die freundschaftlichen Beziehungen, die seit 1984 zu stillstand gekommen waren und im Vorfeld des Festjahres von den Festausschussmitgliedern Herbert Mayr und Franz Schmid wieder hergestellt wurden, wurden durch dieses Fest noch mehr gefestigt.
Noch im selben Jahr gab es ein Wiedersehen beim 125-jährigen Jubiläum der Feldschützen Bonstetten/Schweiz.
Im Jahr 2002 waren wir Gäste bei der Herbstübung in Bonstetten/Schweiz. Dabei konnten wir uns von dem hohen Leistungsstand und der ausgezeichneten Ausbildung überzeugen. Beim abendlichen Apero verbrachten wir unvergessene Stunden und konnten unsere freundschaftlichen Beziehungen weiter vertiefen.
Bei den Neuwahlen im Jahr 2003 gab es folgende Änderungen:
1. Vorstand Schmid Franz jun. bisher Dempfle Gilbert
2. Vorstand Keiß Mathias bisher Deil Johann
Kassierer Deffner Alfred bisher Seemiller Walter
Schriftführer Bschorr Wolfgang bisher Keiß Mathias
Aktivenvertreter Keiß Peter bisher Schmid Franz
Aktivenvertreter Deffner Sebastian bisher Mayr Herbert
Ausschussmitglieder Schaller Erwin u. Keiß Marcus
Vereinsvorstände und Kommandanten seit 1876

Die größten Brände in Bonstetten:

12.05.1964:
landwirtschaftliches Anwesen von Josef Stegherr
19.06.1968:
Scheune von Kaspar Probst
09.06.1973:
landwirtschaftliches Anwesen von Maria Treu
31.05.1977.
Nebengebäude von Hubert Huber
09.10.1978:
Leerstehendes Holzhaus von Herrn Löffler
12.12.1982:
Wohnungsbrand bei Herrn Dietl
20.06.1983:
Feldstadel von Jakob Schmid

Vereinsvorstände und Kommandanten seit 1876

Vorstand Kommandant
1876 Hans Klemmer Josef Hartmann
1879 Hans Klemmer Stephan Heinzelmann
1880 Philipp Mayr Stephan Heinzelmann
1881 Kaspar Hense Stephan Heinzelmann
1882 Anton Wagner Josef Hartmann
1884 Philipp Mayr Josef Hartmann
1891 Ambros Jasser Josef Hartmann
1895 Johann Köttel Josef Hartmann
1901 Georg Schmid Emeran Dichtl
1919 Georg Schmid Josef Böck
1927 Josef Mayer Georg Schaller
1934 Josef Mayr Otto Mayr
1939 Sebastian Gruber Otto Mayr
1945 Josef Stegherr Otto Mayr
1950 Josef Stegherr Anton Schrötter
1960 Johann Dichtl Sebastian Gruber
1974 Jakob Deil Sebastian Gruber
1980 Jakob Deil Jakob Stegherr
1986 Jakob Deil Jakob Stegherr
1991 Gilbert Dempfle Herbert Mayr
1997 Gilbert Dempfle Markus Trägner
2003 Franz Schmid Markus Trägner
2012 Franz Schmid Christian Deil
2014 Mark Miller Christian Deil
2015 Mark Miller Christian Deil

 

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